Hintergrund

Hintergrund

Das STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum berät und vermittelt seit 2008 interessierte Bürgerinnen und Bürger im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick in ein freiwilliges Engagement. In Treptow-Köpenick sind schon heute zirka 30 Prozent der Bevölkerung älter als 60 Jahre – eine Altersstruktur, die im Zuge des demografischen Wandels in einigen Jahren allerorts Realität sein wird. Daher ist ein Arbeitsschwerpunkt der STERNENFISCHER die Gewinnung von Menschen, die sich an der Schwelle zum bzw. im Ruhestand befinden.

Realität: unzureichende Vorbereitung auf den Ruhestand

Im Rahmen der Beratungs- und Vermittlungsarbeit der STERNENFISCHER zeigte und zeigt sich oft, dass Menschen kaum vorbereitet aus der Erwerbsarbeit austreten. Planungen der nachberuflichen Aktivitäten werden zu selten durchgeführt, so dass gerade die Menschen, die sich lange stark über ihre Arbeit definiert haben, mitunter in Krisen geraten. Nachberufliche Depressionen treten häufig auf.

Potenzial: Ehrenamt als neuer Weg

Oft ist es dann die erforderliche Therapie, die neue Wege für den neuen Lebensabschnitt aufzeigt. Der Weg führt dann häufig auch in Freiwilligenzentren wie STERNENFISCHER, da in einem Engagement, das die eigenen Kompetenzen fordert, die Chance gesehen wird, erneut gebraucht zu werden.

Idee: Unterstützung am Übergang

Vor diesem Hintergrund ist bei STERNENFISCHER die Idee entstanden, für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Unterstützungsangebote für den Übergang aus der Arbeit in die nachberufliche Phase zu entwickeln, bei denen die Möglichkeiten eines freiwilligen Engagements aufgezeigt werden. Das Konzept des Projektes ZEIT FÜR NEUES Berlin wurde entwickelt. Dabei konnte auch auf die Vorerfahrungen ähnlicher, durch den Generali Zukunftsfonds angeregter und geförderter Ansätze in Köln und Essen zurückgegriffen werden.

Umsetzung: Vernetzung und Kooperation

Mit dem Generali Zukunftsfonds verbindet die STERNENFISCHER seit 2009 eine befruchtende, intensive Kooperation, die auch im Projekt ZEIT FÜR NEUES Berlin ihre Fortsetzung findet. Der Generali Zukunftsfonds begleitet und fördert das Projekt. Von Seiten des Landes Berlin unterstützt Staatssekretärin Hella Dunger-Löper, Beauftragte für das bürgerschaftliche Engagement im Land Berlin, das Projekt. Gerade im öffentlichen Dienst zeigen sich deutlich die Folgen des demografischen Wandels. So ergeben sich vielfältige Synergien zwischen den Bemühungen der Senatskanzlei Berlin in der Engagementförderung und ZEIT FÜR NEUES Berlin.

Vorbereitung: Machbarkeitsstudie

Im ersten Schritt wurde zur Projektvorbereitung im Zeitraum April bis August 2013 eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Personalverantwortliche und Vertreter/-innen von Unternehmensverbänden sowie der öffentlichen Verwaltung wurden zu Themen des demografischen Wandels, Übergangsmanagements und der Engagementförderung befragt. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Machbarkeitsstudie hat das Projekt ZEIT FÜR NEUES Berlin im Jahr 2014 seine Arbeit aufgenommen.

Der Projektbeginn wurde am 23.06.2014 mit einer Auftaktkonferenz flankiert, bei der auch erstmals die Publikation „Berliner Wirtschaft und demografischer Wandel“, in der die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zusammengefasst sind, vorgestellt wurde. Seit Juni 2014 ist das Projekt ZEIT FÜR NEUES Berlin als Verbundprojekt aus Berliner Unternehmen und Netzwerkpartnern mit all seinen Angeboten aktiv.